Eine gute Lernatmosphäre im Klassenzimmer zu schaffen, wird für Lehrkräfte in Deutschland zunehmend zur Herausforderung. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Schulbarometer der Robert-Bosch-Stiftung hervor. Knapp jede zweite Lehrkraft sagte demnach, der Umgang mit dem Verhalten der Schüler sei die größte berufliche Belastung. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.
Allerdings handele es sich nicht bloß um Disziplinlosigkeit. Jeder vierte Schüler habe Mühe, sich in eine Gruppe einzufügen. 13 Prozent könnten sich nur schwer zum Lernen motivieren. Auch müssten Lehrer zunehmend Fähigkeiten über reines Fachwissen hinaus fördern. Dazu zählten Einfühlungsvermögen, Selbstorganisation und kritisches Denken. Vier von fünf Lehrern würden sich gerne in diesem Bereich weiterbilden.
Nachholbedarf sehen Lehrer auch in anderen Bereichen. Knapp jeder zweite Befragte sagte, bei der Demokratiebildung müsse mehr getan werden. Auch wünschten sich 52 Prozent mehr Fortbildungen zu Künstlicher Intelligenz. KI wird zunehmend in Klassenzimmern genutzt.