Jean-Claude Duvalier Ex-Diktator von Haiti

Sie errichteten eine grausame Herrschaft in Haiti: Francois Duvalier und sein Sohn Jean-Claude, genannt "Papa Doc" und "Baby Doc".

1957 zieht der Vater, Francois Duvalier in den Nationalpalast in Port-au-Prince ein. Er errichtet mit Hilfe paramilitärischer Spezialtruppen einen brutalen Polizeistaat. Umsturzversuche läßt er mit eiserner Härte niederschlagen. 1964 ernennt er sich zum Präsidenten auf Lebenszeit.

Nach seinem Tod 1971 übernimmt "Baby Doc" das Terrorregime des Vaters. Der dickliche Sohn versucht zunächst, das Land liberaler zu führen, kehrt aber schnell zu den Methoden des Vaters zurück.

Von Oktober 1985 bis Januar 1986 brechen Revolten aus, die Reagan-Regierung setzt Jean-Claude Duvalier unter Druck. Nach anhaltenden blutigen Unruhen gegen das Regime verlässt "Baby Doc" das Land. Auf amerikanisches Drängen findet er Exil in Südfrankreich.

Während der 27-jährigen Herrschaft von "Papa" und "Baby Doc" sind in Haiti etwa 30.000 Menschen ermordet worden.

Foto: AFP

2. Juni 2008, 12:042008-06-02 12:04:00 ©