Bildstrecke: 1. Mai in KreuzbergGespenster der Vergangenheit

1. Mai - Tag der Arbeit. In Berlin aber auch Tag der Krawalle. Seit 1987 haben sich linke Gruppen in der Hauptstadt nahezu jedes Jahr Schlachten mit der Polizei geliefert. Fast immer kam es dabei zu etlichen Verletzten und hohem Sachschaden. Erst seit 2003 entspannt sich die Lage zunehmend. Eine Chronik in Bildern.

Schon in den frühen 80ern war Berlin-Kreuzberg für Ausschreitungen zwischen Autonomen und Ordnungskräften bekannt. Dennoch markiert der 1. Mai 1987 einen historischen Tiefpunkt in der Geschichte der Metropole, denn an diesem Tag brachen bis dato undenkbare Unruhen aus.

Die Spirale der Gewalt wurde durch Autonome in Gang gesetzt, die am späten Nachmittag einen leeren Streifenwagen umwarfen und zwei Baufahrzeuge auf die Straße schoben.

Die Polizei reagierte auf diese Provokation heftig - und löste das traditionelle jährliche Straßenfest auf dem Lausitzer Platz unter Schlagstock- und Tränengaseinsatz auf. Daraufhin errichteten Besucher des Festes Barrikaden, steckten sie in Brand und zündeten Autos an.

Foto: AP

30. April 2007, 12:292007-04-30 12:29:00 ©