Wahlkampfversprechen von ObamaVersprochen - gebrochen

"Washington ist so kaputt wie vor vier Jahren", das hat Barack Obama eingeräumt. Der US-Präsident wollte versöhnen - und scheiterte. Er wollte den Wandel, mehr Klimaschutz, Guantanamo schließen. Doch am Ende seiner ersten Amtszeit herrscht vor allem große Enttäuschung.

"Washington ist so kaputt wie vor vier Jahren", das hat Barack Obama eingeräumt. Der US-Präsident wollte versöhnen - und scheiterte. Er wollte den Wandel, mehr Klimaschutz, Guantanamo schließen. Doch am Ende seiner ersten Amtszeit herrscht vor allem große Enttäuschung.

Das Internierungslager Guantanamo Bay auf Kuba brachte den USA weltweite Kritik ein. In dem US-Navy-Stützpunkt wurden unter der Bush-Regierung systematisch Insassen gefoltert und gedemütigt. Im Wahlkampf 2008 versprach Obama, das umstrittene Lager zu schließen: "Ich plane, Guantanamo zu schließen und ich werde das durchziehen." Wenige Tage nach seinem Amtsantritt unterzeichnete der US-Präsident mehrere entsprechende Verfügungen. Darin verbot er besonders brutale Verhörmethoden wie Waterboarding und kündigte an, Guantanamo Bay werde innerhalb eines Jahres geschlossen.

Bild: John Moore/Getty Images 18. Juli 2012, 15:522012-07-18 15:52:00 © Süddeutsche.de/fhu/bön