Handelskrieg:Biden hebt Zölle für China drastisch an

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Mit "unfairen Handelspraktiken" Chinas begründet US-Präsident Joe Biden die Zollerhöhungen. Er will die heimische Industrie schützen. (Foto: Evan Vucci/dpa)

Der US-Wahlkampf führt zu einer Verschärfung des Handelskriegs mit Peking. Der Präsident belegt Elektroautos, Solarpanels und Halbleiter mit höheren Einfuhrabgaben. China protestiert.

Von Fabian Fellmann und Florian Müller, Washington/Peking

US-Präsident Joe Biden hebt die Importabgabe auf Elektroautos aus China auf das Vierfache an, von 25 auf 100 Prozent. Die Abgaben auf Halbleiter und Solarpanels steigen auf 50 Prozent. Für Stahl, Aluminium, Batterien, einige Mineralien, Medizinprodukte und Schiffskräne sind künftig 25 Prozent fällig. "China hat all diese Produkte stark subventioniert und die chinesischen Unternehmen dazu gebracht, weit mehr zu produzieren, als der Rest der Welt aufnehmen kann", sagte Biden. Dann würden die überschüssigen Produkte zu unfairen Niedrigpreisen auf den Markt geworfen und andere Hersteller in der ganzen Welt aus dem Geschäft gedrängt. "Das ist kein Wettbewerb, das ist Schummeln", sagte Biden. Der US-Präsident betonte, er wolle einen fairen Wettbewerb mit China, keinen Konflikt. Es gelte, den Aufbau der eigenen Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien gegen die Konkurrenz aus Fernost zu schützen. Unter Bidens Führung haben die USA dafür mehr als eine Billion Dollar an Subventionen und Steuererleichterungen beschlossen.

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