Bibliotheken Macht Platz

Es wird gelesen, geschlafen, geflirtet. Die Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen ist für Tausende ein Ort der Begegnung - seit weniger Bücher drinstehen. Wie sich eine alte Institution neu erfindet.

Von Hannes Vollmuth

Wenn man Karsten Meincke fragt, was in seiner Bibliothek erlaubt ist und was nicht, wie viel alte Bibliothekskultur also in der Hamburger Zentralbibliothek noch steckt, bleibt er stehen, faltet die Hände und schaut einen fest an. "Wenn es nach mir geht, ist eigentlich fast alles erlaubt."

Es ist ein trüber Tag, ideales Wetter für einen Bibliotheksbesuch. Kurz vor zehn Uhr morgens. Meincke läuft auf Ebene zwei in Richtung Treppenhaus, wo sich bald eine Sprachwolke aus Arabisch, Englisch, Russisch, Türkisch, Deutsch, ...