Beziehung zwischen Nordkorea und ChinaKim Jong Un will mit einer Frauenband Diplomatie wagen - und scheitert

Der Auftritt der nordkoreanischen Kombo Moranbong in Peking sollte ein Symbol der Freundschaft werden. Szenen eines missglückten Annäherungsversuchs.

Von Johanna Bruckner

Diplomatie ist nicht das politische Mittel der Wahl von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Schon eher militärische Drohgebärden. Insofern war es etwas Besonderes, dass der Jung-Diktator die von ihm gegründete Frauenband Moranbong auf diplomatische Mission zu "Freundschaftskonzerten" ins Ausland schickte. Und dann auch noch nach China! Die Beziehung der einander traditionell wohlgesonnenen Länder ist seit dem Machtantritt von Kim Jong Un 2012 angespannt. Der "große Bruder" China ist verärgert über Nordkoreas Atomtests und andere Provokationen.

Zunächst schien auch alles nach Plan zu laufen: Die zwölf Damen, hochdekorierte Soldatinnen, angeblich von Kim handverlesen für die Musik-Kombo, reisten am Donnerstag an und bezogen ihr Hotel.

Bild: REUTERS 13. Dezember 2015, 13:382015-12-13 13:38:13 © SZ/dpa/jobr/sana