bedeckt München
vgwortpixel

Merkel zu Besuch bei Samaras in Athen:Der Tag im Newsblog

Ausnahmezustand in der griechischen Hauptstadt: Bewacht von Scharfschützen und einem massiven Polizeiaufgebot trifft Angela Merkel den griechischen Premier. Bei der Pressekonferenz sichert die Kanzlerin Samaras die Unterstützung Deutschlands zu.

Die Sicherheitsvorkehrungen klingen nach Afghanistan, doch Kanzlerin Angela Merkel ist in Griechenland zu Gast. Ihr Staatsbesuch in Athen wird begleitet von Protesten und von schlechten Nachrichten.

[] Geldgeber erhöhen den Druck: Bis zum 18. Oktober müssten die Griechen die im März zugesagten Reformen und Sparmaßnahmen umgesetzt haben, mahnt Euro-Gruppen-Chef Juncker. Erst dann könne die nächste Kredittranche aus dem Rettungsprogramm freigegeben werden. Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds prognostizieren zudem, dass das Land länger als vereinbart brauchen wird, um den Schuldenstand zu drücken. Der IWF, die EU und die EZB - die sogenannte Troika - kontrollieren die Reformfortschritte des Landes.

[] Massiver Polizeieinsatz: In Athen herrscht die höchste Alarmstufe. Am Dienstagmorgen sperrte die Polizei das gesamte Regierungsviertel ab. Polizisten postierten sich auch entlang der Zufahrtsstraße vom Flughafen in die Stadt. Demonstrationen innerhalb des Regierungsviertels waren am Vorabend erst verboten, später wieder zugelassen worden. Die Opposition und Gewerkschaften haben zu Protesten aufgerufen. Der zentrale Syntagma-Platz vor dem Parlament war lange voll. Nachdem die Polizei Tränengas einsetzte, leerte sich der Platz am späten Nachmittag.

Bundeskanzlerin in Athen

"Frau Merkel, verschwinden Sie"

[] Der Zeitplan: Um 12:28 Uhr parkte Merkels Maschine auf dem Flughafen, wo Premier Antonis Samaras sie mit militärischen Ehren empfing. Beide Regierungschefs zogen sich anschließend zum Gespräch zurück. Um 15 Uhr traten sie vor die Presse. Danach traf sich Merkel mit Staatspräsident Karolos Papoulias sowie mit Unternehmern.

Der Tag zum Nachlesen:

.

Menschen in Griechenland

Was von der Hoffnung übrig bleibt