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US-Wahl:Bernie Sanders will erneut für US-Präsidentschaft kandidieren

Bernie Sanders

Der Demokrat Bernie Sanders will zum zweiten Mal versuchen, US-Präsident zu werden.

(Foto: REUTERS)
  • Bernie Sanders will erneut im Lager der Demokraten für die US-Präsidentschaft kandidieren. Das kündigt er in einem Radiointerview an.
  • Sein Ziel sei es, Donald Trump aus dem Weißen Haus zu vertreiben, sagt der unahbängige Senator aus Vermont.
  • Der derzeitige US-Präsident sei "peinlich für unser Land" und darüber hinaus "rassistisch, sexistisch, homophob und fremdenfeindlich".

US-Senator Bernie Sanders will erneut für die Präsidentschaft kandidieren. Der 77-Jährige sagte einem Radiosender in seinem Heimatstaat Vermont, er werde erneut bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei antreten. Außerdem verschickte er eine entsprechende E-Mail an seine Unterstützer.

Den bevorstehenden Wahlkampf wolle er mit einem "Glauben an Gerechtigkeit, an Gemeinschaft, an Basispolitik" bestreiten, sagte der linksgerichtete Senator von Vermont dem Radiosender VPR. Sein Ziel sei es, Präsident Donald Trump aus dem Weißen Haus zu vertreiben. "Ich denke, der jetzige Bewohner des Weißen Hauses ist peinlich für unser Land", sagte Sanders über Präsident Donald Trump. "Ich denke, er ist ein krankhafter Lügner." Zudem sei Trump "rassistisch, sexistisch, homophob und fremdenfeindlich".

In den Wochen, bevor er seine Kandidatur verkündete, hatte Sanders bereits Signale in diese Richtung gesendet. Er und seine wichtigsten Berater beharrten CNN zufolge jedoch stets darauf, dass die Entscheidung vor allem von einer Frage abhinge: ob er der beste Kandidat sei, um Trump zu besiegen. Offensichtlich entschieden sie diese Frage jetzt für sich mit Ja.

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In der E-Mail an seine Unterstützer betonte Sanders nun jedoch, dass es in seinem Wahlkampf "nicht nur um den Sieg gegen Donald Trump gehe". "In unserem Wahlkampf geht es darum, das Land zu verändern und eine Regierung zu bilden, die auf den Prinzipien der wirtschaftlichen, sozialen, ethnischen und ökologischen Gerechtigkeit beruht." In den vergangenen Wochen hatten bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung für die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl bekannt gegeben.

Diesmal ein Favorit im Lager der Demokraten

Sanders war 2016 im Vorwahlkampf seiner Konkurrentin Hillary Clinton unterlegen. Der Senator, der zuvor eher als Protestkandidat vom linken Rand galt, wurde damals zu einer Art Ikone vor allem junger Wähler und schnitt unerwartet stark gegen Clinton ab. Diesmal würde Sanders, der sich selber als einen "demokratischen Sozialisten" bezeichnet, daher wohl als einer der Favoriten in die Wahl gehen. Sanders ist parteilos, stimmt im Senat aber mit den Demokraten.

Viele von Sanders Anhängern sind überzeugt, dass er Trump bei der Wahl 2016 besiegt hätte. Allerdings gibt es in der Partei nun auch kritische Stimmen, die hinterfragen, ob die Demokraten wirklich mit einem weißen Mann Ende 70 bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten sollten.

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