Berlins Innensenator Körting will Kurras' Waffe einziehen

Berlins Innensenator Ehrhart Körting will die Waffenbesitzkarte des früheren Polizisten Karl-Heinz Kurras einziehen. Anlass sind dessen Aussagen vor zwei Jahren zum Gebrauch von Schusswaffen.

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) will laut Berliner Zeitung (Dienstag) die Waffenbesitzkarte des früheren West-Berliner Polizisten Karl-Heinz Kurras einziehen. Anlass sind dessen Aussagen vor zwei Jahren gegenüber einem Autoren.

Unteranderem hatte Kurras gesagt, dass heutige Polizisten "viel zu selten" von der Schusswaffe Gebrauch machten. Der Ex-Polizist Kurras, der am 2. Juni 1967 in Berlin den Studenten Benno Ohnesorg erschossen hatte, soll dem Bericht zufolge auch heute noch einen Revolver besitzen.

"Bei einem, der solche Äußerungen von sich gibt, bezweifle ich, dass er die Eignungsvoraussetzungen für einen Waffenschein hat", sagte Körting der Zeitung.

Der Innensenator wies auch darauf hin, dass neben der Birthler-Behörde auch der damalige Verfassungsschutz Kenntnis über Stasi-Aktivitäten gehabt habe, es die Akten aber nicht mehr gebe. "Der Großteil wurde aus Datenschutzgründen vernichtet", sagte Körting.