BerlinLinke ringt mit Antisemitismus-Vorwürfen

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Elif Eralp, Linken-Spitzenkandidatin in Berlin, hat eigentlich gute Aussichten – wären da nicht gewisse Genossen ihrer Partei.
Elif Eralp, Linken-Spitzenkandidatin in Berlin, hat eigentlich gute Aussichten – wären da nicht gewisse Genossen ihrer Partei. (Foto: Jeremy Knowles/IMAGO/Eventpress)

In Berlin läuft es für die Partei bestens, Spitzenkandidatin Elif Eralp nimmt sich ein Vorbild am neuen New Yorker Bürgermeister. Nun könnte ihr Erfolg zum Problem für sie werden.

Von Meredith Haaf, Berlin

„Wedding gegen Genozid“ steht auf einem Transparent der Gruppe, die sich Ende November in Berlin-Mitte um einen jungen Mann mit wilden Locken und offen stehendem Hemd versammelt hat. Anlass der Versammlung ist die geplante Entscheidung im Parteiausschlussverfahren gegen Ramsis Kilani, ein bekanntes und langjähriges Mitglied der Neuköllner Linken, der die Angriffe der Hamas gegen Israel am 7. Oktober 2023 verharmlost und das Existenzrecht Israels infrage gestellt haben soll. Wie bestellt ruft Kilani an diesem Tag in ein Mikrofon: „Solange es Siedlerkolonialismus gibt, kann es keinen echten Frieden geben, das muss im Grundsatz beendet werden, die Wurzeln der Gewalt müssen herausgerissen werden.“ Später wird bekannt: Der Parteiausschluss ist durch.

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:In keiner Partei darf es Spuren von Antisemitismus geben. Bei der Linken gibt es sie

SZ PlusKommentar von Christian Zaschke
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