(SZ) Als im Roten Rathaus erste Berichte über ein rätselhaftes Phänomen auf Berlins Bürgersteigen eingingen, handelte die Verwaltung wie stets zügig und mit gewohnter Kompetenz und Sicherheit. Am ersten Tag beschloss sie, die Dinge in Ruhe zu analysieren. Warum nur fielen all die Leute auf die Nase, glitten hilflos wie auf den Rücken gekippte Käfer über das Spreeufer? Wieso füllten sich die Notfallchirurgien, wurden die Krankenwagen knapp? Am zweiten Tag kehrten die Erkundungstrupps der Berliner Stadtreinigungsbetriebe zurück und berichteten von einer merkwürdigen Substanz, die sich auf den Gehwegen der Stadt ausgebreitet und diese in spiegelglatte Flächen verwandelt habe. Bereits am dritten Tage kam eine Kriseninterventionsgruppe der Verkehrssenatorin zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zwischen der auffälligen Glätte und der wachsenden Zahl von Schlüsselbeinbrüchen und Gehirnerschütterungen nicht völlig auszuschließen sei.
Glosse: Das StreiflichtMan nennt es Winter
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Von wegen gescheiterte Stadt: Wie Berlins Verwaltung nach nur sieben Tagen ein Phänomen namens Glatteis erkannte und bereits über erste Gegenmaßnahmen nachdenkt.