Wahlchaos in Berlin:Das ist Berlin

Lesezeit: 11 min

Berlin - Berliner Verlagsgebäude

Wer sich in Berlin ummeldet, muss das innerhalb von zwei Wochen tun. Das Dumme ist nur, dass man frühestens in acht Wochen einen Termin bekommt.

(Foto: Robert Schlesinger/picture alliance)

Ungültige Stimmen, 150 Prozent Wahlbeteiligung, geschätzte Zahlen: Die Wahl war ein Desaster für die Stadt. Und nicht nur für sie. Was passiert, wenn der Maschinenraum der Demokratie schlappmacht?

Von Marlene Knobloch, Verena Mayer und Thorsten Schmitz, Berlin

Jemanden wie Christian Waldhoff möchte man eher nicht um sich haben, wenn bei einer Wahl etwas schiefläuft. Waldhoff, ein durch und durch nüchterner Mensch mit grauem Haar und Brille, sieht es als seine Bürgerpflicht, als Wahlhelfer zu arbeiten. Und er ist Jura-Professor und beschäftigt sich unter anderem mit Verstößen gegen Wahlrechtsgrundsätze. Als solcher bekam er am Wahlsonntag in Berlin einiges geboten. Waldhoff war Wahlhelfer an der Papageno-Grundschule im Bezirk Mitte, "und schon bis Mittag waren vier bis fünf Fälle passiert, die ich in eine Erstsemestervorlesung über Staatsrecht hätte integrieren können".

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Covid-19
30 Jahre alt - und das Immunsystem eines 80-Jährigen?
Pressearbeit von Sicherheitsbehörden
Punktgewinne gegen die Wahrheit
apfel
Essen und Trinken
Die gruselige Haltbarkeit des Granny Smith
Portrait of Happy Woman Holding Flowers and Using a Mobile Phone Outdoors; alles liebe
Dating
"Haarlänge, Brustgröße und Gewicht stehen im Vordergrund"
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Zur SZ-Startseite