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Bericht der Regierung:Sorge um Religionsfreiheit

Weltweit lässt sich in den vergangenen Jahren einem Bericht zufolge ein Trend zu stärkeren Einschränkungen des Menschenrechts auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit erkennen. Dabei sind Christen als größte Glaubensgemeinschaft besonders betroffen. Das geht aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Bericht des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, hervor. "Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht", sagte Grübel. Drei von vier Menschen lebten jedoch in einem Land, in dem ihre Religions- und Weltanschauungsfreiheit eingeschränkt werde. Leider sei die Entwicklung der vergangenen Jahre schlecht. Laut Bericht schränken immer mehr Staaten beispielsweise durch Blasphemie- und Anti-Konversionsgesetze die Religions- und Weltanschauungsfreiheit ein. Digitale Kommunikation hingegen habe positive und negative Auswirkungen: Sie könne die Glaubensfreiheit stärken, zugleich nehme allerdings auch religions- und gruppenbezogene Hassrede im Internet zu. Es ist der erste und in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt entstandene Bericht des Beauftragten, dessen Amt 2018 geschaffen worden war. Die Bundesregierung hatte 2016 schon einmal eine solche Analyse vorgelegt.

© SZ vom 29.10.2020 / kna
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