Bergkarabach:Brot oder Freiheit

Bergkarabach: Kaum jemand darf die Straße nach Bergkarabach passieren. Polizisten bei einer Demonstration an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan.

Kaum jemand darf die Straße nach Bergkarabach passieren. Polizisten bei einer Demonstration an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan.

(Foto: Alexander Patrin/Imago/Itar-Tass)

Im Schatten des Krieges in der Ukraine versucht Aserbaidschan, die Region Bergkarabach wieder unter Kontrolle zu bekommen - und schneidet sie einfach von der Außenwelt ab.

Von Silke Bigalke, Moskau

Die Welt von Anush Danielyan wird gerade immer kleiner. Jeden Morgen läuft sie durch die Straßen und sucht nach Menschenschlangen. Die bilden sich dort, wo Brot verkauft wird oder das bisschen Gemüse, das die Bauern aus den umliegenden Dörfern in die Stadt bringen, zu Fuß oder mit Pferden. Benzin gibt es nicht, Gas auch nicht, oft nicht mal Strom. Das Wasser wird immer wieder abgestellt. Dabei ist es in Stepanakert mehr als 30 Grad heiß. Beim stundenlangen Anstehen falle regelmäßig jemand in Ohnmacht, erzählt Anush Danielyan, zweifache Mutter, am Telefon, wegen der Hitze, des Hungers, wegen des ganzen Stresses.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusLGBTQ in Russland
:Uns darf es nicht geben

Für Putin sind transgender Menschen wie Jan Dworkin eine Erfindung des verdorbenen Westens, purer Satanismus, etwas, das gar nicht existieren darf. Aber für eines kann er sie in Zeiten des Krieges ganz gut gebrauchen: als Feindbild.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: