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Abgesagte Koranverbrennung:Pastor Jones will sein Auto

Nach großem öffentlichen Druck sagte der US-Pastor Jones die von ihm erdachte Koranverbrennung ab. Jetzt glaubt er, dass ihm dafür ein Auto zusteht. Und dafür will er sogar klagen.

Für einige Tage war Terry Jones weltberühmt. Dabei ist Terry Jones nur Pastor,Hirte einer 50-Seelen-Gemeinde in der Kleinstadt Gainesville, irgendwo in Florida.

Vor dem Dove World Outreach Center in Gainesville/Florida sprach Pastor Terry Jones über seine geplante Koran-Verbrennung. Weil die schließlich nicht stattfand, will er jetzt seine Belohnung erhalten.

(Foto: AFP)

Der Chef des Dove World Outreach Centers verkündete, den Koran verbrennen zu wollen - und zwar öffentlich, am 11. September. Den Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center erklärte er gleich zum "Internationalen Tag der Koran-Verbrennung".

Jones beugte sich schließlich nach langem Hin und Her dem internationalen Druck und sagte seine Koran-Verbrennung ab. Und dafür will er nun belohnt werden.

Jones hat erfahren, dass ihm der Autohändler Brad Benson auf dem Höhepunkt der Kontroverse für den Verzicht auf die Aktion ein kostenloses Auto versprochen hatte. Den mehr als 14.000 Dollar (10.000 Euro) teuren Hyundai Accent will Pastor Jones nun haben - schließlich habe er erst Wochen später überhaupt von dem Angebot gehört.

Vertreter von Jones drohten Brenson sogar mit einer Klage, sollte er sein Versprechen nicht einlösen. Er wolle den Wagen ja auch gar nicht für sich haben, erklärte Jones. Das Auto wolle er einer Organisation spenden, die misshandelten muslimischen Frauen helfe.

Um das Auto abzuholen, müsste Jones aber persönlich 1500 Kilometer in den US-Bundesstaat New Jersey fahren. Ein Termin für die Übergabe steht jedenfalls noch nicht fest.

© sueddeutsche.de/ap/hild
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