Man stelle sich vor, ein deutscher SPD-Vorsitzender würde sich morgens um sechs in einer Bar volltrunken mit Polizisten anlegen. Er würde den Beamten, die für Ruhe sorgen wollen, entgegenhalten, sie sollten sich gefälligst mit ihren Schlagstöcken um die wirklich wichtigen Dinge kümmern – nämlich darum, Sinti und Roma in die Schranken zu weisen. Im Polizeibericht würden dann Wörter wie „brauner Abschaum“ stehen. Würde sich so ein SPD-Vorsitzender jemals wieder um die Regierungsbildung kümmern? Sicher nicht. In Belgien ist das kein Problem.
BelgienDa kann auch der König nicht helfen
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Belgien hat im Juni gewählt, und diesmal sollte schnell eine Regierung stehen. Aber die wird immer noch gesucht. Das liegt auch an einem pöbelnden Parteichef.
Von Josef Kelnberger, Brüssel
