Drogengewalt in Brüssel„Das kann doch nicht sein, Jungs, die Polizei ist überall“

Lesezeit: 2 Min.

Philip Reynaers/Imago/Photo News

Jean Spinette, Bürgermeister der Kommune Saint-Gilles, will die Dealer zu einem soliden Leben bekehren. Doch die Frage ist, ob er mit seiner Menschlichkeit zu weit geht – wo doch bereits in mehreren Fassaden Kalaschnikow-Geschosse stecken.

Von Josef Kelnberger

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Jean Spinette ist es gewohnt, zu später Stunde von Kalaschnikow-Schüssen aufgeschreckt zu werden. Der Bürgermeister der Brüsseler Kommune Saint-Gilles bricht jedes Mal sofort auf, um sich ein Bild der Lage zu machen. So war das auch am Montag vergangener Woche. Spinette musste auf der Terrasse einer Pizzeria verstörte Kinder trösten. Sie hatten mit ihren Eltern zu Abend gegessen, als sich ein Schütze vor ihnen aufbaute und in die Umgebung feuerte – Warnschüsse im Revierkampf der Brüsseler Drogenbanden.

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