Es ist gespenstisch still in den Geschäften der belarussischen Hauptstadt, im Bus, an den Haltestellen, auf der Straße. Am Palast der Republik in Minsk hängen Banner mit Wahlaufrufen, aber kaum jemand spricht in der Öffentlichkeit über Politik, nennt gar den Machthaber Alexander Lukaschenko beim Namen. Zumindest wer kritisch denkt, bleibt stumm. Es könnte jemand mithören. So jedenfalls beschreiben Menschen, die in Belarus leben, im Telefonat mit der Süddeutschen Zeitung die Stimmung im Land.
BelarusEin Land, gefangen in Angst
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Erstmals seit den niedergeschlagenen Protesten von 2020 lässt Alexander Lukaschenko bei einer Scheinwahl seine Alleinherrschaft verlängern. Wer dazu nicht schweigen will, spricht nur mit großer Vorsicht.
Von Silke Bigalke und Frank Nienhuysen, Moskau/München
