Süddeutsche Zeitung

SZ Espresso:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Tobias Dirr

Das Wochenende kompakt

Tausende demonstrieren gegen Gewalt und Willkür in Belarus. Früher konnte das Regime um Machthaber Lukaschenko Demonstrierende mit überzogener Gewalt einschüchtern. Doch die alten Taktiken greifen nicht mehr. Während immer mehr Folterberichte aus den Gefängnissen öffentlich werden, setzen die Protestierenden auf Friedensgesten. Und der Widerstand gegen Lukaschenko wird immer großflächiger, berichtet Silke Bigalke.

Trump offen für Begnadigung von Edward Snowden. Der Whistleblower hatte vor sieben Jahren die weltweite Internetüberwachung der US-Geheimdienste enthüllt, seither lebt er im Exil in Russland. Der US-Präsident kündigt nun an, den Fall zu prüfen. Whistleblower sollten nicht von der Laune eines Präsidenten wie Donald Trump abhängen. Es braucht Gesetze, um sie zu schützen, kommentiert Nicolas Richter.

Ufo und Lufthansa einigen sich auf Krisentarifvertrag. Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals stimmt Einsparungen zu, hat aber auch Forderungen an den Konzern. So verlangt Ufo von der Konzernführung Klarheit zu Abfindungen und Kurzarbeitergeld ab September. Die Lufthansa wurde in der Coronakrise mit neun Milliarden Euro vom Staat gerettet. Das Management um Konzernchef Carsten Spohr will allen Beschäftigten einen Sparbeitrag abringen. Mehr dazu

Manchester City verliert gegen Olympique Lyon. Die Franzosen besiegen die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola in Lissabon 3:1 und stehen nun im Halbfinale der Champions League. Dort spielen sie am Mittwoch gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München. Die Kritik in England an Guardiola wird nach der Niederlage lauter, berichtet Javier Cáceres.

Das Wichtigste zum Coronavirus

Kurzarbeitergeld könnte bis zu 24 Monate möglich sein. Die Bundesregierung hatte wegen der Corona-Krise bereits im März den Bezug erleichtert. Seitdem ist Kurzarbeitergeld für jeden Betrieb möglich, auch für Beschäftigte in Zeitarbeit. Bundesfinanzminister Scholz will die Auszahlung jetzt noch einmal ausweiten. Von Sibylle Haas

903 positiv getestete Reiserückkehrer ermittelt. Nach der Panne bei den Corona-Tests in Bayern wurde inzwischen ein Großteil der infizieren Personen ermittelt. Von rund 44 000 Tests aus dem Zeitraum bis zum 11. August 2020, deren Ergebnisse zunächst nicht mitgeteilt werden konnten, waren 949 positiv. Bei 46 positiven Befunden lägen jedoch "keine passenden Personendaten vor". Zur Nachricht

"Nur Bluthochdruck oder Diabetes reichen nicht." Karin Prien, Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, spricht über Lehrer, die wider Willen unterrichten müssen, und erklärt, warum es in Zukunft häuftiger vorkommen könnte, dass Klassen nach Hause geschickt werden. Das Interview von Paul Munzinger lesen Sie mit SZ Plus.

Außerdem wichtig

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

Was sind das eigentlich für Gags? Kabarettisten sorgen gerade wieder für einen unfruchtbaren Streit. Höchste Zeit, über das wirkliche Problem des deutschen Humors zu reden. Von Jens-Christian Rabe

Die neue Etikette. Viele Verhaltensweisen, die vor Corona noch unhöflich oder einfach nur seltsam gewesen wären, sind inzwischen gesellschaftlich voll akzeptiert. Zehn Beispiele für ein neues Miteinander. Von SZ-Autoren

Ein Loch in Münchens Silhouette. Jahrzehntelang war der 176 Meter hohe Turm des Heizkraftwerks Süd so etwas wie ein inoffizielles Wahrzeichen der Stadt. Seit elf Monaten laufen die Abrissarbeiten - nun werden sie auch von außen sichtbar. Von Linus Freymark

SZ-Leser diskutieren

Wie geht guter Artenschutz? "Schwierige Frage", schreibt Gruenfrosch. "Die Natur braucht mehr Raum, den wir ihr im überbevölkerten Europa kaum noch geben können." Umso wichtiger sei es, "die letzten echten Naturlandschaften zu bewahren und vor jeglichen Nutzungen zu schützen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus, Straßenbau...)". Leser wolwul meint: Guter Artenschutz gehe "durch Abschaffen von Glyphosat und allen anderen chemischen Herbiziden, Fungiziden, Pestiziden". "Die Natur machen lassen. Oder mit anderen Worten, nichts tun. Im eigenen Garten kann das zum Beispiel heißen, den Rasen nicht so oft mähen", schlägt Leser RR vor. Diskutieren Sie mit uns.

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