BelarusLebenszeichen von Kolesnikowa aus der Haft

Die seit 2020 in Belarus inhaftierte Oppositionelle Maria Kolesnikowa hat erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder einen längeren Brief an ihre Familie schreiben dürfen. „Der Zeitpunkt unseres Treffens rückt unaufhaltsam näher – und es wird der glücklichste Tag sein“, schrieb sie in einem auszugsweise von der Opposition veröffentlichten Brief an ihren Vater. Der Vater durfte die 43-Jährige zwar im vergangenen Jahr nach Berichten über ihre angeschlagene Gesundheit in einem Krankenhaus des Straflagers 4 in Gomel besuchen. Informationen über ihr Leben im Straflagersystem von Machthaber Alexander Lukaschenko gibt es aber kaum. Kolesnikowa war 2020 prominente Anführerin der Proteste gegen Lukaschenko nach einer weithin als gefälscht kritisierten Präsidentenwahl. Sie wurde festgenommen und zerriss beim Versuch, sie außer Landes zu bringen, ihren Pass. Wegen des angeblichen Versuchs einer illegalen Machtübernahme wurde sie zu elf Jahren Haft verurteilt.

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