Belarus:"Wir befürchten, dass die Behörden das Schlimmste verheimlichen"

Natalia und Dzmitry Protassewitsch, die Eltern des oppositionellen Bloggers Roman Protassewitsch, bei einer Pressekonferenz in Warschau.

Natalia und Dzmitry Protassewitsch, die Eltern des oppositionellen Bloggers Roman Protassewitsch, bei einer Pressekonferenz in Warschau.

(Foto: JACEK MARCZEWSKI/REUTERS)

Die Eltern des oppositionellen Bloggers Roman Protassewitsch fürchten um das Leben ihres Sohnes. Vater Dmitrij spricht darüber, wie unerträglich es ist, keine Informationen zu erhalten.

Interview von Silke Bigalke, Moskau

Über seinen Sohn Roman Protassewitsch spricht derzeit halb Europa. Der oppositionelle Blogger saß an Bord der Ryanair-Maschine, die der belarussische Machthaber am Sonntag zur Landung zwang. Alexander Lukaschenko hatte dabei ein Ziel: Den 26-Jährigen in seine Gewalt zu bringen. Dessen Eltern sind, wie er, längst aus Belarus geflohen. Sie versuchen aus dem Exil heraus zu erfahren, wie es ihrem Sohn geht. Vater Dmitrij Protassewitsch hat deswegen nicht lange Zeit zu reden. Vor dem Interview er rückt er den Computer zurecht, atmet tief durch.

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