Bei Unabhängigkeit des Kosovo Größte Partei Serbiens droht mit Krieg

Die extrem nationalistische Radikale Partei, will die Abspaltung der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz verhindern - und notfalls "ewig kämpfen."

"Wir haben Kosovo schon mit Waffengewalt gegen viel stärkere Gegner verteidigt", zitierten die Medien in Belgrad den Parteivorsitzenden Tomislav Nikolic. "Wir werden ewig kämpfen, dass Kosovo in Serbien bleibt", sagte er weiter.

Sollte die fast nur noch von Albanern bewohnte Provinz souverän werden, werde er die Bevölkerung zunächst zu Demonstrationen auf die Straßen führen, kündigte er weiter an. Mit einem Verlust dieser Region "werden wir uns niemals abfinden". Bei den nächsten Parlamentswahlen erwarte er die absolute Mehrheit, sagte Nikolic weiter.

Unabhängigkeit zeichnet sich ab

Dann werde seine Regierung "der Verfassung Geltung verschaffen, die keine Unabhängigkeit Kosovos vorsieht". Seit Monaten verhandeln Serben und Albaner erfolglos über die staatsrechtliche Zukunft Kosovos. Die Albaner wollen ihre Unabhängigkeit, Belgrad bietet weitgehende Autonomie innerhalb des serbischen Staatsverbandes an.

Da beide Seiten offenbar keinen Kompromiss zu Stande bringen, dürfte der UN-Sicherheitsrat bis zum Jahresende die eingeschränkte Unabhängigkeit Kosovos beschließen. Bei diesem Modell müsste die Europäische Union (EU) für einige Jahre den neuen Staat überwachen.