Anschläge in Paris:Die Terror-Spur nach Molenbeek

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Etwa 70 junge Männer aus dem Viertel stehen unter Beobachtung: Molenbeek nach der Razzia im Haus des Attentäters von 2015

(Foto: imago stock&people/imago/Reporters)

In Paris beginnt der Jahrhundertprozess nach den Anschlägen von 2015. Die entscheidenden Figuren stammen aus dem verrufenen Stadtteil von Brüssel. Über eine eigene Welt, in der Extremismus gedeiht - und Rassismus.

Von Josef Kelnberger, Brüssel

Bachir M'Rabet kam im Alter von eineinhalb Jahren aus Marokko nach Belgien. Sein Vater war als Weber ein gefragter Mann seinerzeit. Er fand Arbeit in einer der vielen Textilfabriken entlang des Kanals am westlichen Stadtrand von Brüssel. Der Kanal war damals die Lebensader der Brüsseler Industrie. Familie M'Rabet wohnte in einem der Vororte am Kanal: in Molenbeek. Ein buntes, quirliges, leicht verruchtes, von Migranten geprägtes Viertel. Als zwanzig Jahre später immer mehr Fabriken schlossen, wurde der Vater arbeitslos, wie so viele in Molenbeek. Er wollte mit der Familie zurückkehren nach Marokko, aber Bachir, der älteste Sohn, widersprach: Dies ist meine Heimat. Dies ist mein Molenbeek. Man blieb.

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