Bataclan-Prozess:Hört auf zu sagen, dass ihr Glück hattet

Vor Prozess um Attentate 2015 in Frankreich

90 Menschen wurden im Bataclan erschossen, als am 13. November 2015 Terroristen Paris zu ihrem Kriegsschauplatz machten. Die Überlebenden reden fast alle davon, das Leben lieben zu wollen. Und davon, wie es ihnen nicht gelingt.

(Foto: Thibault Camus/dpa)

Sie kannte die Frau nicht, von der sie seit sechs Jahren träumt. Wie sie da lag, blutüberströmt. Im Bataclan-Prozess reden jetzt die Überlebenden. Eine Geschichte über Gerechtigkeit und über Menschen, für die nichts mehr ist, wie es vor dem 13. November 2015 war.

Von Nadia Pantel, Paris

V13 klingt wie die Seriennummer einer Maschine. Und vielleicht ist V13 deshalb genau der richtige Name für diesen Prozess. Weil es darum geht, dem Horror die Macht zu nehmen, indem man ihm ein System der klaren Regeln und Abläufe entgegensetzt. V steht für vendredi, Freitag. 13 für den 13. des Monats, für den 13. November 2015, als in Paris 130 Menschen ermordet wurden. Je weiter man sich von Paris entfernt, desto wahrscheinlicher ist es, dass jemand vom Bataclan-Prozess spricht. Weil sich die ganze Welt an das zweistündige Massaker in diesem Konzertsaal erinnert. Aber in Paris selbst können sie auch die anderen Tatorte nicht vergessen. Das Stade de France, und die Bars und Restaurants im Osten der Stadt. Die Terroristen fuhren im Kleinwagen vor, hielten an, stiegen aus, feuerten in die Menge, fuhren weiter. V13 sagen also die Anwälte, die Nebenkläger, die Journalisten, wenn sie von diesem riesigen Prozess sprechen, der den Terror in Akten zwingt.

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