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Ehemaliger Trump-Stratege:Steve Bannon wegen Verdachts auf Betrug verhaftet

Bannon im Mai 2019.

(Foto: Thibault Camus/AP)

Bannon und drei weitere Personen sollen Spendengelder für ein Crowdfunding-Projekt für ihre eigenen Zwecke verwendet haben. Der Schaden geht in die Hunderttausende Dollar.

Der frühere Berater und Vertraute von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, wurde am Donnerstag wegen Betruges verhaftet und angeklagt. Er soll gemeinsam mit drei weiteren Personen Hunderttausende Dollar an Spendengeldern aus einer Crowdfunding-Kampagne für eigene Zwecke verwendet haben, berichten übereinstimmend mehrere US-Medien sowie die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Crowdfunding-Kampagne "We Build The Wall" (Wir bauen die Mauer) sammelte mehr als 25 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) ein. Der Anklage zufolge verwendeten die Beschuldigten Hunderttausende Dollar nicht im Einklang mit der öffentlichen Darstellung der Organisation. Und das obwohl Bannon versprach, die Spenden würden zu 100 Prozent für das Projekt ausgegeben. Sie hätten Rechnungen und betrügerische Verkäufer-Vereinbarungen gefälscht und andere Methoden angewandt, um zu verschleiern, was wirklich geschehen sei, hieß es in der Anklage.

Dem 66-Jährigen drohen offenbar bis zu 20 Jahre Haft. Die Anklagten sollten im Laufe des Tages Haftrichtern vorgeführt worden. Eine Stellungnahme von ihnen lag zunächst nicht vor.

Bannon war 2016 in den entscheidenden letzten Monaten vor der Präsidentschaftswahl Chef von Trumps Kampagne. Zuvor leitete er das rechtskonservative Medium Breitbart News. In den ersten Monaten von Trumps Präsidentschaft war er dessen Chefstratege und drängte ihn zur Umsetzung von umstrittenen Wahlkampfversprechen, darunter ein Einreiseverbot für die Bürger sieben überwiegend muslimischer Länder. Doch Bannon geriet mit anderen ranghohen Beratern aneinander und Trump war bisweilen über ihn verärgert. Im August 2017 musste er seinen Posten im Weißen Haus räumen.

Zum offenen Bruch mit Trump kam es wenige Monate später nach Kommentaren, die Bannon im Enthüllungsbuch "Fire and Fury" von Michael Wolff im Zusammenhang mit der Russland-Affäre machte.

© SZ/bloom/bix/odg/mkoh
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