Das Osmanische Reich hatte bis dahin weite Teile des Balkans kontrolliert. Doch nun, nach der Niederlage in Nordafrika gegen Italien, bei dem es das heutige Libyen an Rom verlor, war die militärische Schwäche Konstantinopels offensichtlich. Die christlichen Balkanländer Serbien, Montenegro und Bulgarien initiierten den Balkanbund (auch Balkanliga), ein Bündnis, dem sich auch Griechenland anschloss. Im Hintergrund stand die Großmacht Russland als Patron für die "slawischen Brüder" und erhoffte sich selbst einen Machtzuwachs auf Kosten des Osmanischen Reichs.

Im Bild: Lanzenreiter der osmanischen Kavallerie 1912.

Bild: dpa 31. Mai 2014, 15:292014-05-31 15:29:07 © SZ.de/odg/mikö