bedeckt München

Bahrain:Schlag gegen die Opposition

Scheich Ali Salman - hier bei einer Wahlkampagne 2014 - soll mit dem Nachbaremirat Katar gemeinsame Sache gemacht haben. So jedenfalls sieht es die Justiz in Bahrain.

(Foto: Mohammed Al-Shaikh/AFP)

Kurz vor der Parlamentswahl ist Schiitenführer Scheich Ali Salman in Bahrain zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Von Dunja Ramadan

Dort, wo einst eine weiße Perle auf Stelzen in den Himmel ragte, ist heute nur noch ein schmuckloser Kreisverkehr. Das Monument ist abmontiert. Der Perlenplatz in der bahrainischen Hauptstadt Manama war - ähnlich wie der Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo - einer der Schauplätze des sogenannten Arabischen Frühlings. Dort campierten im Frühjahr 2011 Zehntausende Bahrainer, sie forderten demokratische Reformen in der autoritär regierten Golfmonarchie. Doch es dauerte nicht lange, bis die Regierung die Proteste - gemeinsam mit saudi-arabischen und emiratischen Truppen - gewaltsam beendete. Saudi-Arabien und Bahrain beschuldigten das schiitische Regime in Iran, hinter den Unruhen zu stecken.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Visualisierung: Moringa-Hochhaus in der Hamburger Hafencity
Nachhaltiges Bauen
Wirklich grün wohnen
Laura Malina Seiler
Alles so wundervoll
Coronavirus - Intensivstation der Uniklinik Aachen
Corona-Pandemie
Der Grippe-Vergleich ist ein gefährlicher Irrtum
Baron Peter Piot
Epidemiologie
Der Virenjäger
Gastronomie
Corona-Auflagen
Mit 35 fängt das Leben an
Zur SZ-Startseite