Reaktionen nach der Wahl:CDU

Auch wenn das Ergebis knapp ist: Stefan Mappus ist der Verlierer des Super-Wahlsonntags. Früh am Wahlabend räumt der Noch-Ministerpräsident die Niederlage seiner Partei ein: "Es ist ein bitterer Tag für die CDU in Baden-Württemberg und es ist ein bitterer Tag für mich persönlich", erklärt Mappus. "Es gilt, einen solchen Tag auszuhalten." Den bisherigen Oppositionsparteien aus SPD und Grünen wünsche er "für die Erfüllung des Regierungsauftrags alles Gute", sagt Mappus, dessen Partei sich nun wohl selbst auf die Oppositionrolle vorbereiten muss. "Vor uns liegen keine einfachen Monate und Jahre", so der CDU-Politiker.

Landtagswahl Baden-Wuerttemberg

Er räumt seine Niederlage unumwunden ein: Stefan Mappus, Noch-Ministerpräsident in Stuttgart.

(Foto: dapd)

Für die Niederlage in Stuttgart gibt es auch erste Erklärungsversuche. Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl verweist auf die Atomkatastrophe in Fukushima: "Die Landtagswahl ist in Japan entschieden worden", erklärt er am Sonntagabend. Auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erklärt das "bittere Ergebnis" damit, dass die Atomkatastrophe in Japan alle anderen politischen Themen in den Hintergrund gedrängt habe.

CDU-Bundesbildungsministerin Annette Schavan sieht auch Verunsicherung und Ängste in der Wählerschaft als Auslöser für die Verluste. "Das hat nach meiner Überzeugung den Ausschlag gegeben", sagt Schavan. Kritische Töne schlägt angesichts der Niederlagen Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger an: Zwei Wochen hätten nicht ausgereicht, um die Wähler vom Moratorium zu überzeugen. "Die Menschen haben uns nicht wirklich diese Kehrtwende zugetraut", sagt der EU-Energiekommisar.

In Rheinland-Pfalz, wo SPD-Ministerpräsident Kurt Beck künftig nicht mehr allein regieren kann, gibt sich die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner angesichts von knapp drei Punkten Zuwachs zufrieden: "Die CDU ist gegen den Bundestrend, trotz vieler Widrigkeiten der Welt- und Bundespolitik wieder oben auf."

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