bedeckt München 25°

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz:Umfragen sehen Mehrheit für Rot-Grün in Mainz

Um die 120 Sitze im baden-württembergischen Landtag bewerben sich 684 Kandidaten. 19 Parteien sowie sechs Einzelbewerber treten an. Zuletzt saßen durch Überhang- und Ausgleichsmandate 139 Abgeordnete im Landtag in Stuttgart. Die Bürger haben nur eine Stimme, es gibt keine Landesliste. Neben den 70 Direktmandaten werden weitere 50 Sitze über die sogenannte Zweitauszählung verteilt. Das heißt, diejenigen Kandidaten kommen in den Landtag, die in den Regierungsbezirken für ihre Parteien die meisten Stimmenanteile geholt haben.

Mappus und Beck haben "guten Draht"

In Rheinland-Pfalz deuten Umfragen auf eine Mehrheit für Rot-Grün hin. Derzeit regiert Deutschlands dienstältester Ministerpräsident Kurt Beck mit absoluter SPD-Mehrheit in dem strukturell konservativen Bundesland. Als sicher gilt nach der Atomkatastrophe von Japan die Rückkehr der Grünen in den Landtag, aus dem sie 2006 geflogen waren. Die seit 20 Jahren oppositionellen Christdemokraten hoffen dagegen, dass ihre Spitzenkandidatin Julia Klöckner die erste Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz wird.

Wahlberechtigt in Rheinland-Pfalz sind 3,1 Millionen Bürger. Um die 101 Sitze im Landtag bewerben sich 655 Kandidaten. Zugelassen zur Abstimmung sind die Landes- und Bezirkslisten von zwölf Parteien. Es gibt 51 Wahlkreise. Die Bürger haben zwei Stimmen. Mit ihrem ersten Kreuzchen können sie entscheiden, welcher Kandidat ihren heimatlichen Wahlkreis direkt im Parlament in Mainz vertreten soll. Das zweite Kreuzchen, die Landesstimme, ist für die Stärke der Fraktionen relevant.

In einem Doppel-Interview für die Bild am Sonntag anlässlich des Wahlsonntags erklärten Mappus und Beck, trotz unterschiedlicher politischer Ansichten einen guten Draht zueinander zu haben. "Der Kollege Mappus und ich haben ganz gut zusammengearbeitet", befand Beck. Der CDU-Mann gab das Kompliment zurück und lobte, der Umgang mit Beck sei "angenehm" gewesen. Den Wahlsieg wollten beide dem jeweils anderen dann aber doch nicht gönnen.

© sueddeutsche.de/dapd/dpa/aho/gba

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite