bedeckt München

Autobahnproteste:Umweltaktivisten verhaftet

Nach den Abseilaktionen von Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet kommen vier Gegner des A49-Weiterbaus in Untersuchungshaft. Der Grund dafür sei Fluchtgefahr, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Frankfurt. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft sollten am Dienstag insgesamt elf Aktivisten, die sich am Vortag den Ermittlungen zufolge von Brücken an den Autobahnen 3, 5 und 661 abgeseilt hätten, dem Haftrichter vorgeführt werden. Details zu den übrigen Aktivisten wurden am Abend zunächst nicht bekannt. Mit den Aktionen hatten die Aktivisten gegen den Weiterbau der A49 in Mittelhessen protestiert, für den Bäume im Herrenwald bei Stadtallendorf gefällt werden. Rodungsarbeiten stehen auch im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm an. Die Abseilaktionen hatten im morgendlichen Berufsverkehr für kilometerlange Staus gesorgt, nach Polizeiangaben war es auf der A661 auch zu einem Unfall gekommen, ob allerdings ein Zusammenhang mit der Aktion bestand, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

© SZ vom 28.10.2020 / dpa
Zur SZ-Startseite