Da wäre zum Beispiel die A3. Zwischen Köln und Leverkusen zählt sie zu den meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands, weswegen sie hier mittlerweile auf acht Spuren ausgebaut ist. Nur die erhoffte Entlastung für die Umgebung hat der Ausbau nicht gebracht. Das jedenfalls legen Daten nahe, die die Umweltorganisation Greenpeace am Freitag vorgelegt hat. Demnach lief der Verkehr auf umliegenden Straßen nach Fertigstellung der Großbaustelle nicht flüssiger - er verlangsamte sich sogar. Ähnlich sieht das auch bei der A6 bei Nürnberg oder beim Münchner Autobahnring A99 aus. "Die Attraktivität der Autobahn-Nutzung entwickelt eine Sogwirkung und lässt auch auf angrenzenden Straßen zusätzlichen Verkehr entstehen", urteilt die Greenpeace-Analyse. Statt Probleme zu lösen, würden neue geschaffen.
Ampelkoalition:Mehr Asphalt, mehr Verkehr?
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Autobahnbaustelle zwischen Mülheim und Essen.
(Foto: Jochen Tack/IMAGO)Rund um den Aus- und Neubau von Fernstraßen haben sich Grüne und FDP heillos zerstritten. Die Umweltlobby warnt vor dem Unsinn neuer Autobahnen, doch ein Kompromissvorschlag vom Koalitionspartner SPD könnte genau diese ermöglichen.
Von Markus Balser und Michael Bauchmüller, Berlin
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