Der Horror hörte sich zunächst an wie ein Feuerwerk oder wie platzende Luftballons. So erzählten es Zeugen, die der australische Sender ABC am Sonntagabend nach dem Anschlag auf eine jüdische Festgemeinde am Bondi Beach von Sydney befragte. Erst in den Augenblicken danach wurde ihnen klar, dass die Salve aus Schüssen etwas ganz anderes war, etwas Tödliches. Sie sahen flüchtende Menschen, Verletzte, Panik, Blut. „Alle um uns herum rannten“, berichtete der Sydney-Bewohner Marley Carroll, „die Leute rannten auf die Straße, Autos hupten, Menschen weinten.“
Terror in Sydney„Mein Herz ist tot heute“
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Der Anschlag zeigt eine andere, düstere australische Wirklichkeit. In der Vielvölkergesellschaft scheinen gewalttätige Kräfte den Frieden unterwandern zu wollen. Antisemitismus ist ein wachsendes Problem.
Von Thomas Hahn
