Klimapolitik:Ein grüner Coup

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Klimapolitik: Jennifer Morgan, 55, wurde in New Jersey geboren. Seit März ist sie Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt. Von 2016 bis 2022 leitete sie die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Jennifer Morgan, 55, wurde in New Jersey geboren. Seit März ist sie Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt. Von 2016 bis 2022 leitete sie die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

(Foto: Christian Åslund/Greenpeace/dpa)

Außenministerin Annalena Baerbock will Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan zur Staatssekretärin machen. Die Amerikanerin gilt als eine begehrte Gesprächspartnerin in der globalen Klimadiplomatie. Was bedeutet das für die deutsche Klimapolitik?

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Wie sie schnell zur nächsten Besprechung kommt? Auf Klimagipfeln hat Jennifer Morgan dafür längst einen Trick entwickelt. Das Handy in der Hand, den blonden Lockenkopf im rechten Winkel darüber gebeugt, so hastet sie über die Flure. Auf diese Art wirkt sie immer in irgendetwas vertieft - und muss nicht fürchten, an jeder Ecke aufgehalten zu werden. Morgan, 55 und seit gut fünf Jahren Greenpeace-Chefin, ist eine begehrte Gesprächspartnerin in der globalen Klimadiplomatie. "Ich kenne weltweit keine zweite Person mit ihrer Expertise, Vernetzung und Glaubwürdigkeit", sagt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Und deshalb hat Baerbock sie nun ins Außenamt geholt, als Deutschlands Sonderbeauftragte für den Klimaschutz und designierte Staatssekretärin. "Meine neue rechte Hand", sagt Baerbock. Es ist ein grüner Coup. Genau genommen schon der zweite.

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