Keine Woche vergeht ohne einen Anschlag in Afghanistan. Wie frustrierend! Man fragt sich: Warum schon wieder? Wer steckt dahinter? Warum kehrt nicht endlich Ruhe ein am Hindukusch? Warum wird die Lage immer unsicherer? Antworten sucht man vergeblich. Es fehlt eine systematische Debatte über das Land und die Ziele des deutschen Engagements. Den Raum füllen in unguter Weise tagesaktuelle Meldungen. Afghanistan taucht nur noch auf, wenn ein Abschiebeflug bevorsteht, ein Anschlag besonders viele Opfer fordert oder ein afghanischer Geflüchteter eine brutale Straftat in Deutschland begeht. In der Schule hätte es geheißen: Thema verfehlt. Kern des Problems nicht erfasst.
Außenansicht:Ehrlichkeit ist gefragt
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Almut Wieland-Karimi, 52, ist deutsche Orientalistin und Geschäftsführerin des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF).
(Foto: fotostudiocharlottenburg.com)Eine aufrichtige Debatte über die Lage in Afghanistan und das deutsche Engagement dort ist dringend geboten.
Von Almut Wieland-Karimi
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