Auftritt in der Öffentlichkeit:Putin ist zurück

Russian President Vladimir Putin meets with Kyrgyz President Alma

Der russische Präsident Putin beim Treffen mit dem kirgisischen Präsidenten Atambajew

(Foto: dpa)
  • Nach zehn Tagen tritt der russische Präsident Putin zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit auf - gemeinsam mit dem kirgisischen Präsidenten Atambajew.
  • Ein russischer Journalist macht Beweisfotos von dem Treffen.
  • Nach Putins plötzlichem Verschwinden gab es zahlreiche Gerüchte - unter anderem, dass er Vater geworden sein soll.

Er ist wieder da

Nach zehn Tagen ohne öffentlichen Auftritt und wilden Spekulationen über seinen Verbleib ist Russlands Präsident Wladimir Putin erstmals wieder vor Journalisten erschienen. Etwas blass wirkend, schüttelte er im Konstantinpalast bei Sankt Petersburg dem kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew die Hand, bevor sich beide zu einem Gespräch zurückzogen. Ein russischer Blogger machte Fotos und schrieb dazu: "Putin lebt, ist gesund, mit ihm ist alles in Ordnung."

In einem weiteren Tweet kommentiert der Blogger: "Wie man an Atambajews Gesicht sehen kann, ist der Händedruck Putins sehr kräftig." Eine Anspielung auf das Dementi des Putin-Sprechers zu den Gerüchten, der russische Präsident sei krank. Putin gehe es gut, er habe einen so starken Händedruck, dass er dem Gegenüber die Hand brechen könnte, sagte vergangene Woche Dmitri Peskow. Beim Präsidenten von Kirgisistan ging er offensichtlich nicht so weit:

Krebserkrankung, ein Kind, tot - viele Gerüchte machten die Runde

Putin hatte sich zuletzt am 5. März mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi vor Kameras gezeigt. Da der Kreml-Chef sonst allgegenwärtig scheint, machten schnell Gerüchte über den Verbleib des Präsidenten die Runde. Kreml-Astrologen, Blogger und Journalisten zufolge hatte er entweder Krebs oder einen Schlaganfall - oder war im Aufzug stecken geblieben, der in einen Atombunker tief unter den Kreml führen soll. Er bereite eine umfassende Regierungsumbildung vor oder sei selbst Opfer eines Staatsstreichs geworden.

Bei Twitter etablierte sich der Hashtag #ПутинУмер (Putin gestorben). Es dauerte nicht lange, bis eine Internetseite auftauchte, auf der man Antworten auf die Frage "Ist Putin tot?" generieren konnte. Sie lauten unter anderem: "Nein, es stinkt in Moskau - aber nicht deswegen." Eine positivere Version lieferten Schweizer Zeitungen. Putin solle ein Kind mit seiner angeblichen Geliebten bekommen haben (mehr über die Gerüchte). Der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge kommentierte Putin die Spekulationen folgendermaßen: "Ohne Gerüchte wäre es langweilig."

Bei Twitter wird es jedenfalls auch nach der Wiederkehr Putins nicht langweilig:

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