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Aufstand in Syrien:Tote bei Autobomben-Anschlag in Damaskus

Bei der Explosion einer Autobombe in der syrischen Hauptstadt sind mindestens neun Menschen gestorben. Staatliche Medien machten "Terroristen" für den Anschlag verantwortlich. Außenminister Westerwelle lehnt ein Engagement der Nato im syrischen Bürgerkrieg weiterhin ab.

Bei einem Autobombenanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind in der Nacht zum Freitag mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London unter Berufung auf Rettungsteams mit. Es gebe zahlreiche Schwerverletzte, so dass sich die Zahl der Getöteten noch erhöhen könnte, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

Der Anschlag wurde demnach im Stadtviertel Barse verübt, in dem viele Mitglieder der alawitischen Minderheit wohnen. Zu dieser religiösen Gruppe gehört auch Präsident Baschar al-Assad. In einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana war von einem "terroristischen Bombenanschlag" die Rede. Dieser habe einer Tankstelle in der Nähe eines Krankenhauses gegolten.

Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle (FDP) lehnt ein Eingreifen der Nato in Syrien weiter ab. "Ich wende mich strikt gegen Spekulationen über eine militärische Intervention der Nato", sagte Westerwelle der Tageszeitung Die Welt. "Wir haben das Regime in Syrien sehr deutlich davor gewarnt, die vorhandenen Chemiewaffen zu nutzen", sagte der Außenminister. Auch ohne Intervention von außen sieht Westerwelle das syrische Regime "mit zunehmender Geschwindigkeit" erodieren. "Das macht uns und vor allem den Menschen vor Ort Hoffnung, dass die Zeit Assads bald vorbei ist", sagte Westerwelle.