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Aufstand gegen Gaddafi:"Ich werde als Märtyrer sterben"

In Libyen eskaliert die Gewalt, viele Staaten - auch Deutschland - holen ihre Bürger zurück. Ein wütender Gaddafi beschimpft im Fernsehen die Aufständischen als Verräter. Er werde in Libyen bleiben und bis zum Schluss kämpfen.

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Die Gewalt in Libyen eskaliert: Die Armee soll mit Kampfjets auf Demonstranten geschossen haben. Seit Beginn der Proteste, die sich gegen das autokratische Regime des selbsternannten Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi richten, sind offenbar 400 Menschen getötet worden. Gaddafi versuchte mit einem bizarren Auftritt im Staatsfernsehen das Gerücht zu widerlegen, er sei nach Venezuela geflüchtet.

Im Gegensatz zu den Revolutionen in Tunesien und Ägypten, wo sich ausländische Journalisten selbst ein Bild der Lage machen konnten, gibt es in Libyen kaum noch unabhängige Beobachter. Korrespondenten wurden aufgefordert, das Land zu verlassen, libysche Journalisten werden an der Arbeit gehindert. Viele Informationen über die Lage in Libyen beruhen deshalb auf nicht überprüfbaren Augenzeugenberichten oder mit dem Handy aufgenommenen Videos, die ins Internet gestellt wurden.

© sueddeutsche.de/mikö/liv

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