Atomwaffen:Was Putins Drohungen bedeuten

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Atomwaffen: "Die Drohung ist das Eigentliche": Militärübung mit einer "Topol"-Interkontinental-Rakete auf einem Militärstützpunkt bei Moskau.

"Die Drohung ist das Eigentliche": Militärübung mit einer "Topol"-Interkontinental-Rakete auf einem Militärstützpunkt bei Moskau.

(Foto: Natalia Kolesnikova/AFP)

Bereitet Russland tatsächlich den Einsatz von Atomwaffen vor? US-Geheimdienste haben keine Hinweise darauf. Aber der Kreml-Chef möchte die Europäer offenbar im Ungewissen lassen. Über die roten Linien und vier Szenarien.

Von Paul-Anton Krüger, Berlin

Er hat es wieder getan. Bei der Zeremonie zur Annexion der vier ukrainischen Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja drohte Russlands Präsident Wladimir Putin, "unser Land mit allen Kräften und Ressourcen" zu verteidigen. Im Westen ist das weithin als bislang schärfste Drohung des Kremlherrschers mit Atomwaffen gewertet worden. Zumindest sah sich das Weiße Haus veranlasst, den Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan erklären zu lassen, dass die USA das Risiko "sehr ernst nehmen" und direkt mit Russland in Kontakt seien, die "entschiedenen Antworten" eingeschlossen, mit denen Washington reagieren würde, sollte Moskau "diesen dunklen Weg" einschlagen.

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