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Atomverhandlungen:USA ernennen Sondergesandten für Nordkorea

Steve Biegun wird der neue US-Sondergesandte für Nordkorea.

(Foto: AFP)
  • Stephen Biegun wird US-Sondergesandter für Nordkorea. Das teilte Außenminister Mike Pompeo in Washington mit.
  • Kommende Woche reisen beide zusammen nach Nordkorea.
  • Biegun war vorher Manager bei Ford und hatte 2001 bis 2003 für den damaligen Präsidenten George W. Bush gearbeitet.

Die US-Regierung hat den Ford-Manager Stephen Biegun zum Sondergesandten für Nordkorea ernannt. Das teilte Außenminister Mike Pompeo in Washington mit. Der Autokonzern Ford hatte zuvor Bieguns Rücktritt bekanntgegeben. Er hatte vor seiner 14-jährigen Tätigkeit bei dem US-Konzern in der Politik gearbeitet. Unter anderem gehörte er von 2001 bis 2003 zum Stab des Nationalen Sicherheitsrates des damaligen Präsidenten George W. Bush.

Er werde kommende Woche in Begleitung von Biegun nach Pjöngjang reisen, sagte Pompeo. "Steve wird die US-Politik gegenüber Nordkorea leiten." Diese sei darauf ausgerichtet, das von Präsident Donald Trump formulierte Ziel einer nachprüfbaren und endgültigen atomaren Abrüstung Nordkoreas zu erreichen. Dazu habe sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bekannt, sagte Pompeo.

Probleme mit Nordkorea seien schwierig aber lösbar

Biegun erklärte, die Probleme seien schwierig, und es werde schwer sein, sie zu lösen. Allerdings habe Präsident Trump eine Gelegenheit geschaffen, die genutzt werden müsse, um eine friedliche Zukunft für das nordkoreanische Volk zu sichern.

Beim viel beachteten Gipfeltreffen von Kim und Trump am 12. Juni in Singapur hatte der nordkoreanische Machthaber zwar einer "Denuklearisierung" seines Landes zugestimmt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden jedoch nicht genannt, weshalb die Vereinbarung vielfach als zu vage kritisiert wird. Der Streit um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenarsenal gilt als einer der gefährlichsten Konflikte der Welt.

Seit Jahren versucht die internationale Gemeinschaft, die Führung in Pjöngjang zum Verzicht auf die atomare Aufrüstung zu bewegen. Trump hatte mit der bisherigen US-Linie gebrochen, indem er ohne Umschweife mit dem nordkoreanischen Machthaber zu einem Gipfeltreffen zusammenkam.

© SZ.de/afp/Reuters/saul/jael
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