Atomkraft:Als die Sicherheitsexperten rebellierten

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Das Atomkraftwerk im südhessischen Biblis sollte nach dem Wunsch der schwarz-gelben Bundesregierung noch viele Jahre weiterlaufen. Nach dem Unglück im japanischen Fukushima 2011 wurde es vom Netz genommen. (Foto: Oliver. Berg/picture-alliance / dpa)

Atomkraft, ja bitte: 2010 wollten Union und FDP die Laufzeiten verlängern. Nun zeigen Vermerke aus dem Umweltministerium, wie dabei ein wichtiges Referat übergangen wurde.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Akribisch durchforstet die Union derzeit Akten aus dem Bundesumweltministerium. 137 Schriftstücke hat die Fraktion ausgewertet, zum "Komplex Kernkraft-Aus". Hat die Atomaufsicht im Ministerium wirklich neutral und unabhängig gearbeitet, als die Bundesregierung 2022 über längere Laufzeiten für die verbliebenen Atomkraftwerke beraten hatte? "Hieran bestehen erhebliche Zweifel", findet die Unionsfraktion in einem internen Vermerk von dieser Woche. Nötig sei eine "lückenlose Aufklärung". Wenn sie nur wüsste, was da noch so alles lauert.

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