EnergiekriseBelgien soll Atomstaat werden

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Vom Kernkraftwerk Tihange bis nach Aachen sind es nur rund 70 Kilometer. Die Nachricht von Haarrissen in den Reaktordruckbehältern löst Sorgen aus.
Vom Kernkraftwerk Tihange bis nach Aachen sind es nur rund 70 Kilometer. Die Nachricht von Haarrissen in den Reaktordruckbehältern löst Sorgen aus. John Thys/AFP

Ausstieg war gestern: Die belgische Regierung will die sieben heimischen Reaktoren kaufen, um der Atomenergie zu neuer Blüte zu verhelfen. Die Risiken sind enorm.

Von Josef Kelnberger, Brüssel

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Der belgische Premierminister Bart De Wever gilt als großer Bewunderer von Kultur und Geschichte des Römischen Reiches. Immer wieder verwendet er lateinische Begriffe, um seiner Politik historisches Gewicht zu verleihen. „Alea iacta est“ verkündete De Wever Anfang 2025, als er seine Regierungskoalition geschmiedet hatte. Die Würfel waren gefallen. De Wever, bekannt geworden als Bürgermeister von Antwerpen, konnte als erster flämischer Nationalist die Regierungsverantwortung für ganz Belgien übernehmen. Nun hat De Wever ein Projekt namens Aurora angestoßen, das seine Amtszeit prägen soll: die Morgenröte der Kernkraft in Belgien.

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