Atomausstieg und Energiewende – Energie sparen

Am einfachsten lässt sich der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch steigern, indem die Deutschen Strom sparen. Nach Plänen der Regierung sollen sie daher im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 2008 zehnProzent weniger Strom und insgesamt 20 Prozent weniger Energie verbrauchen. Großes Potential zum Stromsparen gebe es bei den Gebäuden (Bild: Wärmedämmung in einem Wohnhaus), weshalb der Bund die Sanierung alter und den Neubau energieeffizienter Häuser und Wohnungen stärker vorantreiben will: Er stellt der Förderbank KfW von 2012 an jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse zu verteilen. Das ist mehr als im laufenden Jahr, in dem sich der Zuschuss auf 936 Millionen Euro beläuft, aber weniger als 2009, als die KfW noch zwei Milliarden Haushaltsmittel erhielt. Darüber hinaus können Sanierer voraussichtlich von 2013 an jedes Jahr zehn Prozent ihrer Ausgaben steuerlich absetzen. Dieser Anreiz, der besonders Gutverdienern entgegenkommt, wird den Haushalt und damit die Gesamtheit der Steuerzahler allerdings weitere 1,5 Milliarden Euro kosten, sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nach der Kabinettssitzung.

Mieter müssen sich hingegen darauf einstellen, künftig stärker an Sanierungskosten beteiligt zu werden. Angedacht ist, dass sie die Miete in der Sanierungsphase nicht mehr kürzen dürfen und bis zu elf Prozent der Ausgaben tragen müssen. Diese Punkte werden aber erst im Zuge einer Mietrechtsreform, die noch für dieses Jahr geplant ist, geklärt.

Bild: dapd 6. Juni 2011, 17:312011-06-06 17:31:24 © SZ vom 07.06.2011/jab