Süddeutsche Zeitung

Asylgesuche :Millionen suchen in EU  Schutz

Eine Rekordzahl von rund fünf Millionen Personen hat vergangenes Jahr in der erweiterten EU Schutz gesucht. Von diesen stellten 996 000 einen Asylantrag in einem der 27 EU-Staaten oder Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, wie die Europäische Asylagentur in Valletta am Dienstag in ihrem Jahresbericht mitteilte. Hinzu kamen die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine , die kein eigenes Asylverfahren durchlaufen müssen und deren Zahl im Februar kurzzeitig die Marke von vier Millionen überschritt. Die Asylanträge nahmen dem Bericht zufolge gegenüber 2021 um die Hälfte zu; im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 waren es etwa 40 Prozent mehr. 71 von 100 Gesuchen entfielen allein auf fünf Länder: An der Spitze lag Deutschland mit 244 000 Anträgen, gut ein Viertel mehr als 2021. Mit Abstand folgen Frankreich (156 000, ein Anstieg um 30 Prozent), Spanien (118 000), Österreich (109 000, fast verdreifacht gegenüber 2021) und Italien (84 000, mehr als verdoppelt). In 13 der 31 europäischen Länder wurden mehr Anträge registriert als je zuvor.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.5996844
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ vom 05.07.2023 / KNA
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.