Auslieferungsverfahren:Im Zweifel für die Anklage

Auslieferungsverfahren: "Mit den Menschenrechtsverpflichtungen vereinbar"? Assanges Anhänger und Anwälte finden, dass Großbritannien ihn nicht ausliefern darf.

"Mit den Menschenrechtsverpflichtungen vereinbar"? Assanges Anhänger und Anwälte finden, dass Großbritannien ihn nicht ausliefern darf.

(Foto: Chris J Ratcliffe/Getty Images)

In Washington spielt das Verfahren gegen Julian Assange zurzeit keine Rolle. Sollten die Briten ihn tatsächlich ausliefern, dürfte sich das schnell ändern.

Von Christian Zaschke, New York

Dass Julian Assange befürchten muss, nach dem bevorstehenden Urteil des Obersten Gerichts in London an die USA ausgeliefert zu werden, hat viel mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu tun. Die Regierung von Trumps Vorgänger Barack Obama hatte 2013 beschlossen, Assange nicht wegen der Wikileaks-Veröffentlichungen von 2010 anzuklagen. Damit schien die Gefahr einer Auslieferung für ihn zunächst gebannt zu sein. Nachdem Trump im Jahr 2017 ins Weiße Haus einzogen war, beschloss das Justizministerium, Assange doch anzuklagen. Joe Bidens Regierung hat diese Anklage aufrechterhalten.

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