Assad-Vertraute in Damaskus getötet:USA fordern "maximalen Druck" auf Assad

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Pentagon-Chef Leon Panetta reagierte mit deutlichen Worten auf die Ereignisse in Syrien. Die Lage dort gerate "außer Kontrolle". Es sei offensichtlich, "dass das, was in Syrien geschieht, eine wirkliche Eskalation der Kämpfe darstellt", sagte Panetta. Es sei wichtiger denn je, dass die USA und die internationale Gemeinschaft zusammenarbeiteten, um Assads Rücktritt zu erreichen, fuhr der US-Verteidigungsminister fort. Es müsse "maximaler Druck" auf Assad ausgeübt werden.

Syrischer Verteidigungsminister

Daud Radschha soll hart gegen Oppositionelle vorgegangen sein - nun wurde der syrische Verteidigungsminister offenbar bei einem Selbstmordanschlag getötet.

(Foto: dpa)

Die US-Regierung verhängte gegen zahlreiche Mitglieder des syrischen Kabinetts Finanzsanktionen, darunter der Ministerpräsident sowie 28 weitere Minister und ranghohe Vertreter des Regimes.

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte den UN-Sicherheitsrat nach dem Bombenanschlag auf, neue Sanktionen gegen das Land zu beschließen. "Es zeigt uns, dass es dringende Zeit ist, dass die nächste UN-Resolution verabschiedet werden kann", sagte Merkel in Berlin.

Der UN-Sicherheitsrat verschob seine Abstimmung über eine neue Syrien-Resolution von Mittwoch auf Donnerstag. Damit solle Spielraum für neue Verhandlungen geschaffen werden, hieß es von westlichen Diplomaten. Zuvor hatte sich die dritte Blockade einer Syrien-Resolution durch ein russisches Veto abgezeichnet.

Russland warf dem Westen im Gegenzug vor, die syrische Opposition anzustacheln. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti zufolge, statt die Opposition zu beruhigen, hätten "einige unserer Partner" sie animiert, weiterzumachen.

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