Aserbaidschan-Affäre:Bargeld vom Autokraten

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Aserbaidschan-Affäre: Aserbaidschans Staatspräsident Ilham Aliyew besichtigt einen "Trophäenpark" in Baku. Die ausgestellten Helme sollen von getöteten armenischen Soldaten stammen.

Aserbaidschans Staatspräsident Ilham Aliyew besichtigt einen "Trophäenpark" in Baku. Die ausgestellten Helme sollen von getöteten armenischen Soldaten stammen.

(Foto: AFP)

Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mehrere Politiker von CDU und CSU. Für den aserbaidschanischen Autokraten Ilham Alijew sollen sie Abstimmungen im Europarat beeinflusst haben. Nun wird bekannt: Längst wird gegen weitere Personen ermittelt.

Von Hannes Munzinger, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer

Am Anfang lockten die Gesandten des Autokraten aus der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku mit Kaviar: Sie überbrachten feinsten Fischrogen im Wert von Tausenden Euro, später kamen Seidenteppiche hinzu, luxuriöse Uhren - oder eben ganz schlicht: Gold und Geld. Auf diese Weise, so viel weiß man heute, sollten Abgeordnete in der parlamentarischen Versammlung des Europarats gefügig gemacht werden. Sie sollten über die unfairen Wahlen, die Repression und die Korruption hinwegsehen - und bei entscheidenden Abstimmungen ihre Stimme für Aserbaidschan abgeben.

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