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Österreich:"Abgründe von Kauderwelsch, Unsinn und Plagiat"

Österreich: Pressekonferenz im Bundeskanzleramt mit Ex-Arbeitsministerin Christine Aschbacher

Christine Aschbacher, Arbeitsministerin außer Dienst.

(Foto: Tobias Steinmaurer/imago)

Wegen Plagiatsvorwürfen ist Österreichs Arbeitsministerin Christine Aschbacher zurückgetreten. Die Fehler in ihren wissenschaftlichen Arbeiten sind so krude, dass sie Komiker zu Stand-up-Lesungen inspirieren.

Von Cathrin Kahlweit, Wien

Zum Schluss ging dann alles ganz schnell. Über einen Zeitraum von acht Jahren, so ist es dem "Slowakischen Zentralregister für Abschlussarbeiten" zu entnehmen, hatte die österreichische Arbeitsministerin Christine Aschbacher an ihrer Dissertation gearbeitet, im Frühjahr 2020 hatte sie diese an der Universität Bratislava eingereicht, im Sommer bereits erfolgreich verteidigt. Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte der Salzburger Plagiatsjäger Stefan Weber einen ersten Text über die Diplomarbeit der Ministerin, für die sie an der Fachhochschule Wiener Neustadt mit "sehr gut" benotet worden war, wenige Stunden später fokussierte er sich auf den in der Slowakei zum Thema "Entwurf eines Führungsstils für innovative Unternehmen" errungenen Doktortitel. Einen Tag später, am Samstag, trat Aschbacher zurück. Am Sonntag ernannte Kanzler Sebastian Kurz ihren Nachfolger, den bisherigen Chef des Instituts für höhere Studien (IHS), Martin Kocher.

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