Um zu verstehen, was gerade in Argentinien vor sich geht, hilft vielleicht ein Blick in die Supermärkte. Am Monatsende kann man dort, normalerweise, viele Menschen beobachten, die nur noch das Notwendigste einkaufen, Brot, Milch, Butter etwa – einfach, weil sie kaum noch Geld übrig haben. An diesem Freitag, dem Freitag vor dem Wahlwochenende, war das anders: Die Parkplätze vor den Supermärkten in Buenos Aires waren voll, und es wirkte, als kauften die Menschen noch mal ausgiebig ein, trotz Geldnöten. Denn die Unsicherheit war groß, wie es am Montag nach der Wahl weitergehen würde. Zu häufig haben es die Argentinier erlebt, dass die Preise über Nacht kräftig gestiegen sind.
ArgentinienVon wegen Wirtschaftswunder
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Javier Milei kann einige ökonomische Erfolge vorweisen. Doch vielen Argentiniern geht es nach wie vor schlecht. Seinen Erfolg bei der Parlamentswahl hat der Präsident in erster Linie einem mächtigen Verbündeten zu verdanken.
Von Jan Heidtmann, Thomas Kirchner und Benedikt Peters, Buenos Aires, München
