An diesem Donnerstag geht für den französischen Präsidenten und den deutschen Bundeskanzler ihre deutsch-französische Woche in die nächste Runde. Nachdem Friedrich Merz Montag und Dienstag in Paris war, wird Emmanuel Macron am Donnerstagabend in Schloss Bensberg bei Köln erwartet, wo ein Abendessen geplant ist. Am Freitag treffen dann zahlreiche Kabinettsmitglieder beider Seiten im Schloss Augustusburg in Brühl aufeinander, zum gemeinsamen Ministerrat. Vielleicht wird bei der Gelegenheit ja auch über die jüngste Hitzewelle gesprochen, mit der Frankreich kämpft?
Der einzige nicht-französische Tag dieser Woche war für Merz der Mittwoch, an dem er zur traditionellen Sommerpressekonferenz antreten musste. Zu besichtigen war ein recht gelassen wirkender Kanzler, der nicht nur seine Erfolge hervorheben und erkennbar Optimismus verbreiten wollte, sondern auch einen Hauch Selbstkritik zuließ.
Das mit der Selbstkritik würde einem Donald Trump natürlich nie passieren; in dessen sehr eigener Welt ist die Möglichkeit eines präsidialen Fehlers bekanntlich nicht vorgesehen. Dem Rest der Welt aber wird am Beispiel seines Krieges gegen Iran die Fehlbarkeit des US-Präsidenten sehr anschaulich demonstriert. Die Golfstaaten etwa erleben gerade schmerzhaft, dass Iran zu einem aggressiven Nachbarn geworden ist.
Wenn Ihnen das alles zu viel ist, bleibt die Flucht ins Kino. Dort läuft an diesem Donnerstag Christopher Nolans Adaption der „Odyssee“ an, über die unser Filmkritiker David Steinitz schreibt, sie sei „keine ruhmreiche Heldenstory, so wie der Stoff schon oft verfälscht verfilmt wurde, sondern ein düsterer Horrortrip durch eine Albtraumwelt“. Allerdings wohl ein ziemlich eindrucksvoller.
Fußball-WM 2026
Argentinien im Finale: Messi wird zu Englands Albtraum. Kurz vor Schluss dreht Argentinien einen Rückstand gegen die Elf von Thomas Tuchel und zieht wieder ins WM-Endspiel ein. Lionel Messi taucht erst nicht auf – und bereitet dann die Tore von Enzo Fernández und Lautaro Martínez vor. Zum Artikel
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Was heute wichtig ist
US-Militär greift Tanker mit Ziel iranischer Hafen an. Der unbeladene Öltanker habe Warnungen ignoriert, schreibt das zuständige US-Regionalkommando auf der Plattform X. Man habe das Schiff, das unter der Flagge Curaçaos fährt, anschließend manövrierunfähig gemacht. Zum Liveblog
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Russland meldet Tod des Saporischschja-Chefingenieurs. Der technische Leiter des besetzten Atomkraftwerks, Alexej Jakowlew, sei durch eine ukrainische Drohne getötet worden. Russlands Führung fordert von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Zum Liveblog
EXKLUSIV Koks auf Speed: Die neuen Lieferwege der Drogenschmuggler. Südamerikanische Kartelle suchen neue Wege, um Drogen nach Europa zu bringen. Ihre neueste Masche: superschnelle Motorboote, die das Kokain auf hoher See einladen. Zwischen den portugiesischen Azoren und den spanischen Kanaren hat sich ein „Kokain-Highway“ gebildet. Zum Artikel
Frankreich erlaubt Sterbehilfe. Die Nationalversammlung beschließt, den assistierten Suizid unter Auflagen zu legalisieren. Der Schritt ist äußerst umstritten, doch die Franzosen befürworten ihn laut Umfragen mit breiter Mehrheit. Zum Artikel
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Digitalwende: Friedensnobelpreisträgerin fordert globale KI-Regeln. Maria Ressa mahnt im Interview mit SZ Dossier, dass die Risiken von Künstlicher Intelligenz ihren Nutzen überwögen. Die Welt habe bereits die Regulierung der Sozialen Medien verschlafen. Laut Ressa braucht es ein globales Regelwerk. Auch wichtig: Verbraucherschützer kritisieren die geplante Ausweitung der Datennutzung durch Krankenkassen. Zum Briefing
Geoökonomie: China setzt Staatsanwälte auf ausländische Firmen an. Die Volksrepublik erweitert ihr juristisches Arsenal im Wirtschaftskonflikt mit dem Westen. Staatsanwälte sollen einem Gesetzentwurf zufolge ausländische Unternehmen zivilrechtlich verklagen können, wenn diese Chinas „Gemeinwohlinteressen“ verletzen. Mit diesem neuen Mechanismus lassen sich auch Sanktionen abwehren. Zum Briefing

